Absint, ist er wieder legal und wo kann ich ihn bestellen?
Ganz zuallererst, ja! Absint ist wieder legal. Er wird wieder so verkauft, wie er schon im 19. Jahrhundert hergestellt wurde. D.h. die Rezepturen echter, zeitgenössischer Absinthe unterscheiden sich nicht von denen aus dem 19. Jahrhundert. Auch der Thujongehalt ist gleich. Dass Absint früher mehr Thujon enthalten hat, ist ein Mythos. Man hat mittlerweile alte Absinthesorten auf ihren Thujongehalt untersucht und es wurden keine astronomischen Thujongehalte von 300 mg oder mehr festgestellt.
Da sich um die Grüne Fee so viele Mythen ranken, möchten wir auch ein bisschen zur Geschichte des Absinths erzählen:
Frankreich machte sich beim Algerienkrieg im 19. Jahrhundert den aufputschenden Effekt des Getränks zunutze und versorgte seine Soldaten mit regelmäßigen Absint-Rationen. Nach dem Krieg sorgten die heimgekehrten Soldaten nun für eine enorme Nachfrage. Denn die Grüne Fee wollten Sie auch in der Heimat genießen.
Eine Steigerung der Produktionsmenge von 400 Litern pro Tag auf bis zu 20.000 Liter Ende des 19. Jahrhunderts spricht Bände.... Absinth-Destillerien schossen regelrecht wie Pilze aus dem Boden und das aus Wermut destillierte Getränk erlebte seine Hochphase. Jedoch wurde Absinth ca. 1910-1920 fast überall in der Welt verboten. Zu dieser Zeit war der hohe Alkoholkonsum ein gesellschaftliches Problem. Absint, mit seinen 68% Alkohol war da natürlich ein ganz willkommener Sündenbock. Jetzt, 100 Jahre später, ist die Spirituose jedoch wieder legal. Denn die gesundheitsschädigende Wirkung, natürlich bei maßvollem Genuss, konnte der Grünen Fee wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Seit der Legalisierung des Absinths haben viele Destillerien wieder angefangen original Absinth zu produzieren.
Wir können also festhalten, dass Absinth nicht primär aufgrund seiner Wirkung verboten wurde. Dies war lediglich ein Aufhänger, um das Verbot politisch zu verkaufen. Dennoch hat echter Absinth eine andere Wirkung als normaler Alkohol (Bier, Wein bspw.). Dies liegt vor allem an dem unvergleichbar hohen Alkohol-Prozentgehalt. Echter Absinth hat klassischerweise 68 Prozent Alkohol. So viel hat keine andere Spirituose: Vodka, Whiskey, Gin, Rum; all diese Bar-Spirituosen haben zwischen 40 und 50 Alkohol-Prozent. D.h. Absinth ist mit 68% Alkoholgehalt einfach um einiges stärker als das, was man normalerweise zu Hause oder in der Bar trinkt. Dies kann einen anderen Rausch hervorrufen, den sogenannten "Absinth-Rausch".
Absynth Getränk: Welcher ist der stärkste auf dem Markt?
Diese Frage kann man nicht so einfach beantworten. Wie man so schön sagt, es kommt darauf an... Will man einen starken Absinth trinken, der eine besonders heftige Wirkung hat, so empfehlen wir die Sorte Strong68. Dieser Absint ist als Bitterspirituose deklariert, d.h. er darf per Gesetz bis zu 35 mg Thujon enthalten. Wenn Du eher einen komplexen Absinth probieren möchtest, können wir Dir Heritage Verte empfehlen. Dieser Absinth wird in Frankreich hergestellt. Sie besitzt eine traditionelle Rezeptur bestehend aus Wermut, Fenchel, Anis und natürlich einigen weiteren Zutaten. Außerdem wurde er auf dem ISW 2023 (International Spirits Awards) mit der Silbermedaille ausgezeichnet, bei den Craft Spirits Awards 2026 mit Gold. Seine dunkelgrüne Farbe ist rein natürlich.
Wer den besten Absinth sucht, der sollte Maison ALANDIA testen. Er ist der Goldmedaillen Gewinner des Spirituosenwettbewerbs Concours de Lyon 2025 und der Craft Spirits Awards 2026. Nur die besten Kräuter werden destilliert. Die Flasche ist zudem traditionell verkorkt und von Hand etikettiert.
Absinthe: Das mystische Getränk mit vielen Namen
Der traditionsreiche Kräuterlikör, der seit Jahrhunderten die Fantasie von Künstlern, Schriftstellern und Genießern beflügelt, besitzt viele Namen. Das sorgt immer wieder für Verwirrung. Warum gibt es unterschiedliche Schreibweisen wie „Absinthe“, „Absinth“ oder sogar „Absynthe“?
Herkunft des Namens
Der Ursprung des Wortes liegt im lateinischen absinthium, was auf das griechische apsínthion zurückgeht – beides bezeichnet Wermut, die Hauptzutat des Getränks. Aus diesem Ursprung entwickelten sich in verschiedenen Sprachen leicht abgewandelte Formen. Die französische Schreibweise „Absinthe“ ist international am weitesten verbreitet, da das Getränk im 19. Jahrhundert vor allem in Frankreich seine kulturelle Blütezeit erlebte.
Verschiedene Schreibweisen aber ein Getränk
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Absinthe: Die französische Originalform. Wird häufig verwendet, wenn man sich auf klassische, historische oder traditionelle Varianten bezieht, vor allem aus Frankreich oder der Schweiz.
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Absinth: Die eingedeutschte Version, in Deutschland und Österreich gebräuchlich. Wird auch oft bei modernen Interpretationen verwendet.
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Absint: Die schwedische Variante.
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Assenzio: So wird Absint in Italien bezeichnet, die Grüne Fee heißt übrigens "Fata Verde".
Zusammenfassung
Unabhängig von der Schreibweise bleibt das Getränk im Kern dasselbe: Ein stark alkoholischer Kräuterlikör, meist mit Wermut, Anis und Fenchel als Hauptzutaten. Der Mythos rund um Absinthe – seine angeblich halluzinogenen Wirkungen, seine einstige Verbannung und spätere Wiederzulassung – hat zur Faszination ebenso beigetragen wie die schillernden Namen, unter denen es verkauft wird. Ob „Absinthe“ oder seine Varianten – gemeint ist stets ein Getränk mit Geschichte, Charakter und einem Hauch von Mythos.