Unsere Hausmarke Maison ALANDIA ist ein ausgesprochen komplexer Absinth. Er wird aus 16 verschiedenen Kräutern destilliert, unter anderem Wermut, Anis, Veronicakraut, Angelicawurzel, Koriandersamen, Pontica, Fenchel und Vanille. Neben der komplexen Absinth-Rezeptur wird ein starker Fokus auf den Destillationsprozess gesetzt. Wie in alten Zeiten wird die Brennblase mit Holz erhitzt und jeder Destillationsvorgang, der nur 30 Liter umfasst, dauert ganze 10 Stunden. Dadurch werden die Inhaltsstoffe der Kräuter besonders gut freigesetzt, was Maison ALANDIA seinen unvergleichlich aromatisch intensiven Geschmack verleiht.
Anis wird zwar in der Rezeptur von Maison ALANDIA Absinth verwendet, das Geschmacksbild ist jedoch keineswegs "lakritzig". Vielmehr erlebt man eine Kräutersymphonie, die mit der Süße des Fenchels beginnt, von der herben Note des Wermuts gefolgt wird und mit einer leicht nussigen Note der verwendeten Koriandersamen abklingt. Die Trübung ist ausgesprochen dicht und bei langsamer Zugabe von Wasser kann man sehr schön beobachten, wie der im Glas aufsteigende Louche ganz langsam die klare grüne Schicht des Absinthes vereinnahmt.
Maison ALANDIA wurde auf dem Concours International de Lyon 2025 und dem Craft Spirits Award CSB 2026 mit der Goldmedaille als bester Absinth ausgezeichnet!
Bester Absinth: Traditionell hergestellt in Deutschland
Maison ALANDIA wird in Deutschland hergestellt. Bei einer kleinen, familiengeführten Destillerie mit Tradition. Ein Ururgroßvater der Brennerei-Familie, Eduard Heinrich Nötzel, lebte von 1800 bis 1874 in Danzig. Er übernahm den Holzgroßhandel seines Vaters und damit das Bürgerwappen der Familie Nötzel. Eine alte Anzeige im „Neuesten Wegweiser für Fremde und Einheimische“ zeigt, dass er das Geschäft wesentlich erweiterte und neben verschiedenen Spirituosen und Likören auch einen eigenen „Extracte d'Absinthe“ herstellte. In seinem Gasthaus „Zum Elefanten“ bot er seine Spezialitäten zur Verkostung an. In unserer Fotogalerie kannst Du Dir ein altes Etikett ansehen, das den Elefanten über dem "Nötzel" Namenszug zeigt. Eduard Heinrich Nötzel's Sohn, Otto Louis Nötzel, führte das blühende Geschäft weiter.
Leider starb er früh und sein Sohn war noch zu jung, um die Leitung der Firma zu übernehmen. Daher wurde der Betrieb um 1900 eingestellt und die Aktivitäten gerieten in den Wirren der beiden Weltkriege und der Aufgabe des Danziger Familiensitzes beinahe in Vergessenheit. Beinahe, denn seit 1997 erlebt die Geist- und Absinth-Herstellung durch die Familie Wild, Nachfahren der Nötzel's, eine Renaissance. Mit viel Liebe zum Detail werden vor allem Früchte der sich im Familienbesitz befindlichen umliegenden Streuobstwiesen und Kräuter aus dem eigenen Kräutergarten zu feinen Bränden veredelt.